Kloster Chorin




Eine der bedeutendsten Backsteinruinen Norddeutschlands steht nicht in einer Stadt, sondern mitten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, gut eine Stunde von Berlin entfernt. Das ehemalige Zisterzienserkloster im Dorf Chorin verbindet mittelalterliche Architektur mit einem der schönsten Musikfestivals Brandenburgs.
Kloster Chorin: Backsteingotik im Herzen der Schorfheide
Rund eine Stunde Fahrt von Berlin entfernt, im Biosphärenreservat Schorfheide, liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Chorin, gegründet im 13. Jahrhundert und bis heute geprägt von seiner beeindruckenden Backsteingotik. Es zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Denkmälern der frühen Backsteingotik in Brandenburg. Wer also einen Ausflug nach Brandenburg plant, kommt an diesem Ort kaum vorbei.
Das Kloster wurde 1273 als Familienkloster des Markgrafen von Brandenburg errichtet. Form und Ornamentik erinnern an die großen Kathedralen von Köln, Paris oder Siena. Nach der Säkularisierung 1542 verfiel die Anlage, bis die Ruinen im frühen 19. Jahrhundert unter der Leitung Karl Friedrich Schinkels restauriert und teilweise wiederaufgebaut wurden. Damit trägt das Kloster auch eine Schicht preußischer Kunstgeschichte in sich.
Konzerte, Märkte und Führungen das ganze Jahr
Konzerte, Führungen, Märkte und spirituelle Angebote: Im Kloster Chorin finden das ganze Jahr über Veranstaltungen für Jung und Alt statt. Das kulturelle Herzstück ist dabei zweifellos der Choriner Musiksommer. Mit 18 Konzerten und einer Fülle von erstklassigen Orchestern, Solisten und Sänger*innen bringt das Festival in der schönsten Konzerthalle Brandenburgs Klassik, Jazz, Crossover und Weltmusik auf die Bühne. Der Choriner Musiksommer lädt dabei zum Klassik-Picknick in die Klosterruine.
Zweimal im Jahr gibt es im Kloster Chorin an Ostern sowie im Oktober zu den Kräuter- und Keramiktagen ein spezielles Programm für Erwachsene und Kinder. Im Eingangsbereich befinden sich der Klosterladen und die Touristinformation, wo neben Eintrittskarten auch Produkte lokaler Kunsthandwerker*innen wie Keramik, Glaskunst oder Schmuck erhältlich sind. Wer mit Kindern anreist, findet ebenfalls ein passendes Angebot: Neben allgemeinen Führungen bietet das Kloster besondere museumspädagogische Programme für Schulklassen, Kindergeburtstage oder Projekttage an. Anreisen lässt sich das Kloster außerdem bequem mit der Bahn: Der RE 3 ab Berlin fährt direkt bis zum historischen Bahnhof Chorin.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 29.07.2026
Eintritt
Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Jahreskarte 30 Euro.
Highlight
Eines der bedeutendsten Bauwerke der norddeutschen Backsteingotik, dessen Klosterruine im Sommer die Bühne für die Konzertreihe Choriner Musiksommer bildet.
Anreise
Ab Berlin mit dem RE3 direkt bis Bahnhof Chorin in rund 55 bis 60 Minuten, von dort etwa 25 Minuten Fußweg. Mit dem Auto über die A11, Ausfahrt Chorin, etwa 1 Stunde.
Parken
Öffentliche Parkplätze rund 200 Meter vom Kloster, von 8 bis 20 Uhr kostenpflichtig mit Tageshöchstgebühr 3 Euro für Pkw; Reisebusse und Motorräder frei.
Öffnungszeiten
April bis Oktober täglich 9 bis 18 Uhr, November bis März täglich 10 bis 16 Uhr. Am 24. und 31. Dezember geschlossen.
Öffnungszeiten
- Täglich: 09:00 – 18:00 Uhr


















