Besuch in der Kultkneipe Klo


Berlins schrägste Erlebniskneipe steht seit 1971 in Charlottenburg: Das Klo in der Leibnizstraße, gleich um die Ecke vom Ku'damm, serviert Bier in Urinflaschen, lässt Tische in die Luft fahren und empfängt seine Gäste mit einem Wasserstrahl. Wer hier reingeht, weiß, was auf ihn zukommt. Meistens zumindest.
Kultkneipe Klo: Berlins schrägste Fun-Aktivität seit über 50 Jahren
Das KLO zählt zu den echten Kultkneipen Berlins. Seit 1971 ist die Erlebnisbar in Charlottenburg ein fester Begriff, bekannt für ihr kompromissloses Klo-Thema und einen über Jahrzehnte gewachsenen Kultstatus. Dabei hat sich am Konzept bis heute nichts verändert, und genau das ist der Witz. Das Klo sollte eine Mischung aus Kuriositätenkabinett und Geisterbahn werden, und so ist es geblieben.
Schon der Eingang lässt ahnen, was folgt. Die Tür ist verschlossen, und man muss einen kleinen Obolus zahlen, damit sie sich öffnet. Wie auf einem öffentlichen Klo eben. Ein Wasserstrahl und heiße Luft, die aus dem Boden strömt, begrüßen die Gäste. Direkt hinter dem Eingang befinden sich mehrere Terrarien, in welchen ein Leguan, eine Vogelspinne und eine Boa Constrictor ihren Lebensraum haben. Wer also dachte, er geht einfach nur ein Bier trinken, wird schnell eines Besseren belehrt.
Bier aus Urinflaschen, Tische die fliegen, ein DJ ohne Filter
Bier kommt aus Urinflaschen, Rotwein als “Blutkonserve”, härtere Alkoholika in Reagenzgläsern. Wer lieber selbst zapft, kauft eine Karte für 5, 10 oder 20 Liter Pils und bedient sich an der Zapfanlage. Dazu kippen Barhocker plötzlich um, Tische fahren aus dem Nichts nach oben und hammerschwingende Puppen schwingen von der Decke. Der DJ ist ein Unikat, ein Prototyp der Berliner Schnauze, der auch nicht davor zurückschreckt, mit seinen Sprüchen mal deutlich unter die Gürtellinie zu gehen. Außerdem gibt es über den Abend wechselnde Getränkespezialangebote.
Diese Kneipe, die man sich am einfachsten als Mischung aus Geisterbahn und Kuriositätenkabinett vorstellt, wird sehr gerne von Touristen besucht, aber halt auch von sehr vielen Berlinerinnen und Berliner, die das Klo als ihre Stammkneipe sehen. Schwarzer Humor und die Bereitschaft, über sich selbst zu lachen, helfen an diesem Abend sehr. Zur Stärkung gibt es die XL-Currywurst, serviert in einer Nierenschale. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag ab 19:00 Uhr, sonntags auf Anfrage.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 17.09.2026
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag 19 bis 2 Uhr, Freitag und Samstag 19 bis 3 Uhr. Sonntags nur auf Anfrage für Firmenfeiern.
Getränke
Bier aus Urinflaschen, Rotwein als Blutkonserve, Hochprozentiges im Reagenzglas. Pils zum Selbstzapfen per Karte für 5, 10 oder 20 Liter.
Essen
XL-Currywurst, serviert in der Nierenschale.
ÖPNV
U-Bahnhof Adenauerplatz (U7) und S-Bahnhof Savignyplatz, jeweils rund 7 Minuten zu Fuß.
Parken
Gebührenpflichtige Parkplätze am Straßenrand in den umliegenden Straßen.
Reservierung
Tische für Gruppen lassen sich online reservieren, spontan vorbeikommen geht auch. Betrunkene Gäste kommen nicht rein, auch nicht mit Reservierung.
Kartenzahlung
Kreditkarte und EC-Karte werden akzeptiert.
Highlight
Kippende Barhocker, hochfahrende Tische, Getränke per Aufzug und ein DJ mit Berliner Schnauze.
Öffnungszeiten
- Montag: 19:00–02:00 Uhr
- Dienstag: 19:00–02:00 Uhr
- Mittwoch: 19:00–02:00 Uhr
- Donnerstag: 19:00–02:00 Uhr
- Freitag: 19:00–03:00 Uhr
- Samstag: 19:00–03:00 Uhr
- Sonntag: Geschlossen
Adresse
Leibnizstraße 57, 10629 Berlin, Deutschland
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