Quartier Schützenstraße - Top 10 Fotospots | Top10 Berlin
Das perfekte Berlin-Erlebnis:
Jetzt Top10 Experience Box verschenken!
Top10 Berlin

Quartier Schützenstraße

Mitte

Das Quartier Schützenstraße ist einer der farbigsten Fotospots Berlins: Aldo Rossi zerlegte den Block in Parzellen mit eigener Fassade und eigener Dachform, und die Farben folgen dem jeweiligen Material. An der Nummer 8 steht eine Nachbildung der Hoffassade des Palazzo Farnese. Vier Straßen ergeben vier verschiedene Ansichten.

Das Quartier Schützenstraße als Fotospot für Postmoderne in Mitte

Aldo Rossi entwarf den Block gemeinsam mit M. Kocher und M. Scheurer, als Planungspartner waren Götz Bellmann und Walter Böhm beteiligt. Gebaut wurde zwischen 1994 und 1998 auf einem Grundstück, das bis auf ein einziges erhaltenes Haus Brachfläche war und am früheren Mauerstreifen lag. Entstanden ist kein Großbau, sondern ein in Parzellen zerlegter Blockrand aus zwölf Gebäuden, deren Zuschnitt sich teilweise an der Vorkriegsbebauung orientiert. Jede Parzelle hat ihre eigene Fassade und ihre eigene Dachform, während die Geschosshöhen durchlaufen, damit sich die Flächen flexibel vermieten lassen. Innen liegen vier Höfe, einer davon achteckig, als Anspielung auf die Altberliner Hinterhöfe. Auf rund 37.000 Quadratmetern mischen sich Wohnungen, Büros, Gewerbe und Läden. Zwei Türme überschreiten die Berliner Traufhöhe von 22 Metern. Zwei der Gebäude sind reine Wohnhäuser, die übrigen gemischt genutzt. Die Zahl der Fassaden ist dabei größer als die Zahl der eigenständigen Häuser, weil Rossi mehrere Hausbreiten hinter einem Gesicht zusammenfasste.

Fotospot Schützenstraße: Palazzo-Zitat und Farben nach Material

Das bekannteste Detail steht an der Schützenstraße 8: eine Nachbildung von drei mittleren Fensterachsen der Hoffassade des römischen Palazzo Farnese, mit hohen Rundfenstern und kräftigem Kranzgesims. Aldo Rossi starb am 4. September 1997, einen Tag vor der geplanten Enthüllung dieser Fassade. Der zweite, weniger bekannte Schlüssel zum Motiv ist die Farbigkeit, denn sie folgt dem Material: Kräftiges Grün und Rot stehen für Aluminium, gedecktes Gelb, Rot und Blau für Putz, erdiges Rotbraun und Gelb für Ziegel, blasse Töne für zwei Natursteinsorten, Silbergrau für unbehandeltes Blech. Wer den Block einmal umrundet, bekommt deshalb vier verschiedene Ansichten, an der Schützenstraße, der Markgrafenstraße, der Zimmerstraße und der Charlottenstraße. Fotografiert wird von der Straße aus. Die Höfe sind Privatgrund und gehören zum bewohnten und gewerblich genutzten Teil des Quartiers. Der Palazzo Farnese wurde 1516 von Antonio da Sangallo begonnen und später von Michelangelo verändert.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 20.10.2026

Eintritt

Kostenlos, die Straßenseiten sind frei zugänglich

Zugang

Die vier Innenhöfe sind Privatgrund, dort gilt das Hausrecht

Architekt

Aldo Rossi mit Götz Bellmann und Walter Böhm, gebaut von 1994 bis 1998

Highlight

Nachbildung von drei Fensterachsen der Palazzo-Farnese-Hoffassade an der Schützenstraße 8

ÖPNV

U2 und U6 bis Stadtmitte rund 200 Meter, U6 bis Kochstraße, Bus M29 und 200

Fotoregeln

Aufnahmen vom Straßenland sind durch die Panoramafreiheit gedeckt, gewerblich fallen mindestens 60 Euro Verwaltungsgebühr plus 65 Euro pro Tag an

Drohnen

Im Flugbeschränkungsgebiet um den Reichstag ohne Erlaubnis nicht zulässig

Rundgang

Vier Ansichten an Schützenstraße, Markgrafenstraße, Zimmerstraße und Charlottenstraße

Öffnungszeiten

    Adresse

    Charlottenstraße 16, 10117 Berlin, Deutschland

    +49 180 6 232700

    Anfahrt