
Das Maxim Gorki Theater in Mitte ist Berlins wichtigste Adresse für postmigrantisches Gegenwartstheater. Hinter der klassizistischen Fassade an der Prachtstraße Unter den Linden wird zeitgenössisches Theater verhandelt, das gesellschaftliche Debatten nicht begleitet, sondern anstößt.
Politisches Theater an der Prachtstraße
Hinter der klassizistischen Fassade der ehemaligen Singakademie an der Prachtstraße Unter den Linden werden zeitgenössische Fragen gestellt. Das Ensemble des Maxim Gorki Theaters widmet sich dabei aktuellen gesellschaftlichen, sozialen und politischen Debatten. Damit steht das Gorki für eine Theaterform, die sich nicht hinter dem vierten Vorhang versteckt. Das Я im GOЯKI steht für den letzten Buchstaben des russischen Alphabets und bedeutet zugleich “Ich” – ein Sinnbild für Selbstdefinition und Selbstbestimmung.
Mit dem “Kirschgarten” in der Regie von Nurkan Erpulat startete vor 13 Jahren die postmigrantische Ära des Berliner Gorki Theaters unter Intendantin Shermin Langhoff. Jetzt geht sie zu Ende. Wieder mit Nurkan Erpulat und einer Schlusspunkt-Inszenierung, die mit der Vergangenheit in die Zukunft schaut. Denn zur Spielzeit 2025/2026 übernimmt Çağla Ilk die Intendanz am Maxim Gorki Theater von Shermin Langhoff. Den postmigrantischen Charakter des Hauses wolle sie beibehalten, so Ilk, allerdings stärker auf Interdisziplinarität setzen.
Studio Я, Herbstsalon und das Gorki als Stadtgespräch
Das postmigrantische Studio Я des Gorki lässt die Grenzen zwischen Theater, Poesie, Performance, Erinnerungskultur und Party verschwimmen. Wer also glaubt, ins Theater zu gehen, kommt oft in etwas heraus, das sich schwerer einordnen lässt. Mit den interaktiven Formaten von “Gorki X” erhalten Berliner*innen regelmäßig die Gelegenheit, selbst mitzumischen. Das Gorki versteht sich als Haus, das sich an die ganze Stadt richtet, unabhängig von Alter, Zugehörigkeit, Geburtsort oder Selbstidentifikation.
Zudem zieht das Theater regelmäßig überregionale Aufmerksamkeit auf sich. So wurde etwa “Unser Deutschlandmärchen” in der Regie von Hakan Savaş Mican zum Theatertreffen 2025 eingeladen und wurde das Maxim Gorki Theater bereits zweimal zum Theater des Jahres in der Kritikerumfrage des Magazins “Theater heute” gewählt. Wer Theater in Berlin sucht, das wirklich etwas riskiert, kommt hier nicht vorbei.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 14.07.2026
Preisniveau
Regulär 12,00 bis 40,00 Euro, ermäßigt 9,00 Euro; am monatlichen Theatertag alle Plätze 12,00 Euro.
ÖPNV
S- und U-Bahnhof Friedrichstraße sowie U6 Französische Straße und U5 Museumsinsel, alle in Gehweite.
Parkmöglichkeiten
Rund um Unter den Linden gebührenpflichtig; Tiefgaragen an der Museumsinsel und am Bebelplatz.
Highlight
Kleinstes der Berliner Staatstheater im klassizistischen Bau hinter der Neuen Wache, mit betont diverser Handschrift.
Öffnungszeiten
- Montag: 12:00–19:00 Uhr
- Dienstag: 12:00–19:00 Uhr
- Mittwoch: 12:00–19:00 Uhr
- Donnerstag: 12:00–19:00 Uhr
- Freitag: 12:00–19:00 Uhr
- Samstag: 12:00–19:00 Uhr
- Sonntag: 12:00–19:00 Uhr










