Betty F Bar

Die Betty F Bar in der Mulackstraße ist eine Souterrainbar, in der der Tresen fast den ganzen Raum einnimmt. Das Motto lautet Klein, aber Oho, gezapft wird Kölsch, gespielt werden Hits aus den Achtzigern und Neunzigern. Die Mulackstraße war schon im Kaiserreich ein Treffpunkt der queeren Szene, heute ist der Laden eine LGBTI*-Bar für ein gemischtes Publikum.
Souterrainbar im Scheunenviertel
Die Betty F Bar liegt in der Mulackstraße im Souterrain, und man muss wissen, dass sie dort ist, sonst geht man vorbei. Der Raum ist sehr klein, der Tresen nimmt ihn fast vollständig ein, und genau daraus bezieht der Laden seinen Charakter: Man steht zwangsläufig nah beieinander, und das Gespräch mit der Person daneben ergibt sich von selbst. Das Motto Klein, aber Oho ist deshalb weniger Koketterie als schlichte Beschreibung der Verhältnisse. Wer einen Platz am Tresen findet, behält ihn für den Abend, alle anderen stehen, und niemand stört sich daran. Die Adresse hat Geschichte, denn die Mulackstraße im Scheunenviertel war schon im Kaiserreich ein Treffpunkt der queeren Szene, lange bevor die Gegend zum Ausgehviertel wurde. Als LGBTI*-Bar richtet sich das Haus heute an ein queer gemischtes Publikum, ohne dabei eine Tür zu bauen, an der jemand aussortiert würde. Das Scheunenviertel ringsum hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, von Mode bis Galerie, diese Adresse hat ihre Funktion dagegen behalten.
Kölsch vom Fass und Hits aus zwei Jahrzehnten
Eine Berliner Bar, die Kölsch vom Fass führt, ist eine kleine Provokation, und die Betty F Bar macht genau das. Dazu laufen Hits aus den Achtzigern und Neunzigern, und auf der knappen Fläche wird durchaus getanzt, auch wenn dafür eigentlich kein Platz ist. In der Abendplanung vieler Gäste hat der Laden eine feste Rolle: Er ist die erste Station, bevor es weitergeht, oder der letzte Drink, bevor es nach Hause geht. Durch die Lage in Mitte liegen beide Richtungen nah. Ein Gründungsjahr nennt der Betrieb nicht, und eine Preisliste veröffentlicht er ebenso wenig, die Karte hängt hinter dem Tresen. Wer Wert auf eine große Auswahl und viel Platz legt, ist hier falsch; wer einen Raum sucht, in dem man nach zwanzig Minuten nicht mehr fremd ist, findet in der Mulackstraße genau das. Eine eigene Website betreibt das Haus nicht, Auskunft gibt der Tresen. Erreichbar ist die Mulackstraße über die Bahnhöfe Weinmeisterstraße und Rosa-Luxemburg-Platz, beide liegen in Gehweite, und auch vom Hackeschen Markt sind es nur ein paar Minuten.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 07.10.2024
Lage
Mulackstraße 13 in Mitte, im historischen Scheunenviertel
Raum
Souterrainbar, sehr klein, der Tresen nimmt fast den ganzen Raum ein
Motto
Klein, aber Oho
Ausrichtung
LGBTI*-Bar für ein queer gemischtes Publikum
Besonderheit am Tresen
Kölsch vom Fass, in Berlin eine Seltenheit
Musik
Hits aus den Achtzigern und Neunzigern, getanzt wird trotz der Enge
Typische Nutzung
Erste Station des Abends oder letzter Drink
Straßengeschichte
In der Mulackstraße traf sich schon im Kaiserreich die queere Szene
Nähe
Man steht nah beieinander, Gespräche ergeben sich von selbst
Gründungsjahr
Wird vom Betrieb nicht genannt
Preise
Keine veröffentlichte Preisliste, die Karte hängt hinter dem Tresen
ÖPNV
Bahnhöfe Weinmeisterstraße und Rosa-Luxemburg-Platz, beide in Gehweite
Öffnungszeiten
- Montag: 20:00–03:00 Uhr
- Dienstag: 20:00–03:00 Uhr
- Mittwoch: 20:00–03:00 Uhr
- Donnerstag: 20:00–03:00 Uhr
- Freitag: 20:00–05:00 Uhr
- Samstag: 20:00–05:00 Uhr
- Sonntag: Geschlossen














