Bei Schlawinchen

An der Schönleinstraße hängen Puppen, alte Fahrräder und Instrumente an den Wänden, in der Mitte steht ein Kicker, und die Getränkeauswahl reicht von Bier bis Cocktail zu bezahlbaren Preisen. Die Kneipe läuft seit Jahrzehnten ohne Sperrstunde, taucht in Sven Regeners Roman Herr Lehmann auf und gilt vielen als letzte Station eines langen Abends.
Kneipe am Kottbusser Damm
Bei Schlawinchen liegt in der Schönleinstraße 34 in Kreuzberg, direkt hinter dem Kottbusser Damm und wenige Schritte vom U-Bahnhof Schönleinstraße entfernt. Der Landwehrkanal verläuft in Rufweite, der Maybachufer-Markt findet ein paar Hundert Meter weiter statt, und die Grenze nach Neukölln liegt auf der anderen Straßenseite. Von außen wirkt das Lokal klein, drinnen hängen Puppen, alte Fahrräder und Musikinstrumente an Wänden und Decke, bis kaum eine Fläche frei bleibt. Diese Einrichtung ist über die Jahre gewachsen und nicht als Dekoration entworfen worden, was den Unterschied zu nachgebauten Kiezkneipen ausmacht. In der Mitte des Raums steht ein Kicker, der an belebten Abenden dauerhaft besetzt ist. Parkplätze gibt es kaum, die meisten Gäste kommen zu Fuß oder mit der U8. Die Schönleinstraße selbst ist ruhig und wohnlich, der Trubel beginnt erst an der Ecke zum Kottbusser Damm, wo Gemüseläden und Imbisse die Gehwege säumen. Zum Hermannplatz sind es zu Fuß gut zehn Minuten, und wer vom Maybachufer kommt, überquert dafür nur den Kanal.
Bezahlbare Getränke und kein Ende
Die Getränkeauswahl ist für eine Kneipe dieser Größe ungewöhnlich breit und reicht vom Bier über Kurze bis zu Cocktails, die Preise bleiben dabei bezahlbar. Gegessen wird nicht groß, der Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem Tresen und am Kicker. Bei Schlawinchen hat seit Jahrzehnten keine Sperrstunde, ein Schild an der Wand hat den durchgehenden Betrieb schon vor Jahren in Jahrzehnten gemessen, und genau das hat den Ruf des Hauses begründet. Erwähnt wird die Kneipe auch in Sven Regeners Roman Herr Lehmann, was ihr über Kreuzberg hinaus Bekanntheit verschafft hat. Das Publikum ist gemischt und wechselt im Lauf der Stunden: Nachbarschaft am Nachmittag, Ausgehpublikum in der Nacht, und in den frühen Morgenstunden alle, die anderswo vor verschlossenen Türen stehen. Telefonisch erreichbar ist das Lokal unter 030 6932015, gezahlt wird am besten bar. Wer zum ersten Mal kommt, sollte sich Zeit für die Wände nehmen, denn zwischen den Objekten steckt die halbe Geschichte des Hauses. Für viele Gäste ist das Lokal deshalb kein Ziel für den ganzen Abend, sondern die Station, an der ein Abend endet oder ein Morgen beginnt. Wer am Kicker mitspielen will, stellt sich einfach dazu.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 07.10.2024
Preisniveau
Bezahlbar, mit einer für eine Kneipe dieser Größe ungewöhnlich breiten Auswahl vom Bier bis zum Cocktail.
Einrichtung
Puppen, alte Fahrräder und Musikinstrumente hängen an Wänden und Decke. Die Sammlung ist über Jahrzehnte gewachsen.
Kicker
In der Mitte des Raums steht ein Kicker, der an belebten Abenden dauerhaft besetzt ist.
Literatur
Die Kneipe wird in Sven Regeners Roman Herr Lehmann erwähnt.
Bezahlung
Am besten bar.
ÖPNV
U-Bahnhof Schönleinstraße mit der U8 in wenigen Schritten, der Kottbusser Damm und der Landwehrkanal liegen direkt daneben. Parkplätze gibt es kaum.
Kontakt
Schönleinstraße 34, 10967 Berlin, Telefon 030 6932015.
Öffnungszeiten
- Täglich: 24h geöffnet
Adresse
Schönleinstraße 34, 10967 Berlin, Deutschland





