Philharmonie

Am Kulturforum nahe des Potsdamer Platzes leuchtet Berlins bekanntester Konzertsaal in sattem Gold. Die Philharmonie ist Heimstätte eines der renommiertesten Orchester der Welt und steht seit 1963 für Klassikkonzerte auf absolutem Spitzenniveau. Architekt Hans Scharoun baute einen Saal, der weltweit kopiert wurde, aber nie übertroffen worden ist.
Die Berliner Philharmonie: ein Saal, der Maßstäbe setzt
Wer zum ersten Mal die Philharmonie betritt, versteht sofort, warum dieser Bau die Welt der Konzerthäuser verändert hat. Der Entwurf von Hans Scharoun ist asymmetrisch und zeltartig rund um den Kern des Gebäudes, die Bühne, angelegt gemäß seinem Prinzip, Gebäude von innen nach außen zu entwickeln. Das Ergebnis ist radikal demokratisch: Den Mittelpunkt des 2.250 Plätze fassenden Saals bildet das Podium mit den Musikern, umringt von den ansteigenden Zuschauerblöcken. So sitzt das Publikum nicht vor dem Orchester, sondern mittendrin. Es gibt sogar Plätze hinter dem Orchester, von denen aus Konzertbesucher*innen dem Dirigenten direkt ins Gesicht schauen können.
Auch akustisch ist die Philharmonie ein Meisterwerk. Die teils gegenläufige Anordnung verschiedenster Raumelemente mit reflektierenden, gewölbten Flächen und Stufungen sorgt für eine konzentrierte Akustik und gleichmäßige Hörbarkeit. Dass dieser Ansatz wirkt, bewies die Geschichte: An der ungewöhnlichen Architektur und der neuartigen Konzeption des Konzertsaals entzündeten sich anfangs Kontroversen, mittlerweile dient sie als Vorbild für Konzerthäuser in der ganzen Welt.
Weltklasse-Klassik mit Kirill Petrenko
Wer Klassikkonzerte in Berlin erleben möchte, kommt an der Philharmonie schlicht nicht vorbei. Das Eröffnungskonzert leitete Herbert von Karajan, seine Nachfolger am Dirigentenpult waren Claudio Abbado, Sir Simon Rattle und seit der Spielzeit 2018/19 Kirill Petrenko. Petrenko führt das Orchester durch ein breites Repertoire: Von Wiener Klassik bis zur Musik des 21. Jahrhunderts, von Solokonzerten bis zu Ballettsuiten. Für die Saison 2025/26 steht unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie der Tausend auf dem Programm. Darüber hinaus gastieren regelmäßig internationale Solist*innen und Dirigent*innen. Wer nicht persönlich vor Ort sein kann, nutzt die Digital Concert Hall, die es seit 2008 ermöglicht, die meisten Konzerte in hoher Bild und Tonqualität als Stream zu verfolgen oder Konzertmitschnitte der letzten fünfzig Jahre anzusehen. Tickets sind begehrt, also gilt: rechtzeitig planen.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 15.07.2026
Preisniveau
Im Kammermusiksaal 9,00 bis 71,00 Euro; im Großen Saal je nach Konzert unterschiedlich, häufig ab rund 30,00 Euro.
ÖPNV
S- und U-Bahnhof Potsdamer Platz (S1/S2, U2), wenige Gehminuten; Bus 200/300 bis Philharmonie.
Parkmöglichkeiten
Parkhaus Philharmonie direkt am Haus; weitere Tiefgaragen rund um den Potsdamer Platz.
Highlight
Weltberühmter Konzertsaal von Hans Scharoun mit Weinberg-Architektur und der Bühne in der Mitte - Heimat der Berliner Philharmoniker.
Öffnungszeiten
- Montag: 24 Stunden geöffnet
- Dienstag: 24 Stunden geöffnet
- Mittwoch: 24 Stunden geöffnet
- Donnerstag: 24 Stunden geöffnet
- Freitag: 24 Stunden geöffnet
- Samstag: 24 Stunden geöffnet
- Sonntag: 24 Stunden geöffnet
Adresse
Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin, Deutschland










