
Gegenüber dem SchwuZ am Mehringdamm liegt eine queere Show- und Travestiebar, in der Karaoke als eigenes Showformat läuft. Auf der kleinen Bühne mitten im Raum darf jede und jeder ran, dazu kommen Drag-Shows und ein eigener Songcontest. Das Fassbier kostet 4,60 Euro, bezahlt wird seit 2024 ausschließlich mit Karte und nicht mehr in bar.
Queere Show- und Travestiebar am Mehringdamm
Der Mehringdamm zwischen Bergmannkiez und Platz der Luftbrücke ist eine der lebendigsten Achsen Kreuzbergs, und das Rauschgold gehört dort seit 2005 zum Inventar. Davor lag die Bar unter anderem Namen in Schöneberg nahe dem Nollendorfplatz, dem traditionellen Zentrum des queeren Berlins. Heute steht sie dem SchwuZ direkt gegenüber, was die Lage erklärt und das Publikum gleich mit. Von außen ist der Laden unscheinbar, drinnen erwartet die Gäste eine Mischung aus Club und Wohnzimmer: Discokugeln, farbiges Licht, viel Kitsch an den Wänden und Mottopartys, die sich ständig ändern. Das Haus versteht sich als schwul-lesbische Bar, betont aber ausdrücklich, dass das Publikum gemischt ist. Wer hierherkommt, kommt nicht wegen der Einrichtung, sondern wegen der Stimmung, die sich im Laufe des Abends meist von selbst einstellt und sehr schnell sehr laut wird. Die U-Bahnhöfe Mehringdamm und Platz der Luftbrücke liegen beide wenige Gehminuten entfernt, Nachtbusse fahren ebenfalls ab Mehringdamm. Das macht die Bar zu einer der am leichtesten erreichbaren Adressen dieser Liste.
Die Karaokeshow auf der Bühne mitten im Raum
Anders als in den Kabinenhäusern der Stadt gibt es im Rauschgold keine Privaträume, sondern eine kleine Bühne mitten im Raum. Karaoke läuft hier deshalb nicht nebenbei, sondern als eigenes Showformat unter dem Namen Rauschgold sucht das Supersternchen, bei dem jede und jeder mitmachen darf. Wer sich traut, bekommt am Ende eine Flasche Prosecco. Dazu kommen Travestie- und Drag-Shows sowie zwei Formate, die weit über die Bar hinaus bekannt sind: ein eigener Songcontest am Abend vor dem Finale des Eurovision Song Contest, der seit 2007 mit zwölf Teilnehmenden, einer zehnköpfigen Jury und Publikumsvoting ausgetragen wird, und eine Gala, bei der die Berliner Community ausgezeichnet wird. Die Preise bleiben bodenständig: Das Fassbier kostet 4,60 Euro, ein Glas Weißwein 6,30 Euro. Bargeld wird nicht mehr angenommen, bezahlt wird ausschließlich mit Karte. Einen Mindestverzehr gibt es im normalen Barbetrieb nicht, einen Eintritt für den regulären Abend ebenso wenig. Für die Ticketabende lohnt sich eine Reservierung, weil der Raum überschaubar ist und regelmäßig voll wird. Wer zum ersten Mal kommt, merkt schnell, dass hier niemand auf Tonsicherheit achtet.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 07.10.2024
Preisniveau
Fassbier 4,60 Euro für 0,3 Liter und 6,00 Euro für 0,5 Liter, ein Glas Weißwein 6,30 Euro, Weinschorle 5,50 Euro.
Angebot
Kleine Bühne mitten im Raum, keine Privatkabinen. Karaoke läuft als eigenes Showformat, bei dem jede und jeder mitmachen darf.
Besonderheit
Eigener Songcontest am Abend vor dem Finale des Eurovision Song Contest, seit 2007 mit zwölf Teilnehmenden, zehnköpfiger Jury und Publikumsvoting.
Profil
Queere Show- und Travestiebar seit 2005 am Mehringdamm, direkt gegenüber dem SchwuZ. Das Publikum ist ausdrücklich gemischt.
Zahlung
Seit 2024 ausschließlich Kartenzahlung, Bargeld wird nicht mehr angenommen. Akzeptiert werden unter anderem Visa, Mastercard, American Express und Apple Pay.
Kosten
Kein Eintritt und kein Mindestverzehr im normalen Barbetrieb. Edelstahlhalme kosten einen Euro.
ÖPNV
U-Bahnhof Mehringdamm etwa fünf Gehminuten, U-Bahnhof Platz der Luftbrücke etwa sechs. Nachtbusse fahren ab Mehringdamm.
Öffnungszeiten
- Täglich: ab 20:00 Uhr














