Trabrennbahn Karlshorst

In Karlshorst, einem der grünsten Ecken Lichtenbergs, steht seit 1894 eine der geschichtsträchtigsten Sportstätten Berlins: die Trabrennbahn. Sonntagsnachmittag, Trabrennen, ein Bier in der Hand und zwei Euro auf das richtige Pferd gesetzt - das ist der antizyklischste Ausflug, den diese Stadt bereithält.
Trabrennen in Karlshorst: Berlins entspanntester Sonntagnachmittag
Seit mehr als einem Jahrhundert ist in Berlin-Lichtenberg, im Ortsteil Karlshorst, der Pferdesport zu Hause. Wer hier zum ersten Mal ankommt, merkt schnell: Das ist kein Ort für Poser. Stattdessen trifft man auf Berlinerinnen und Berliner, die wissen, wie man einen Sonntag wirklich verbringt. Der Eintritt zu den Rennveranstaltungen ist in der Regel frei. Damit ist die Trabrennbahn Karlshorst schon mal einer der besten Freizeittipps in Berlin, bevor überhaupt ein Pferd auf die Bahn kommt. Mit einem Mindesteinsatz von zwei Euro kann man bei den Trabrennen mitmischen – und das Anfeuern des eigenen Pferdes ist inklusive, ohne Aufpreis.
An rund 40 Renntagen im Jahr finden etwa 400 Rennen statt, viele davon an Wochenenden und Feiertagen. Damit gibt es kaum einen Sonntag in Berlin, an dem sich nicht irgendwo auf dem 37 Hektar großen Gelände etwas tut. Die Zuschauertribüne bietet Schutz vor der Witterung und erlaubt entspanntes Zuschauen mit dem besten Blick über die gesamte Anlage. Dazu gibt es deutsche Küche und ein Bier, Pferderennen und ein Sonnenbad oder auch ein schattiges Plätzchen.
Geschichte, Flohmarkt und mehr als nur Pferdesport
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rennbahn auf Anordnung des sowjetischen Stadtkommandanten Generaloberst Bersarin zur Trabrennbahn umgebaut. Während der deutschen Teilung war sie die einzige Trabrennbahn in der gesamten DDR. Beim Sonntagsausflug läuft damit ein gutes Stück Berliner Geschichte mit. Die Rennbahn steht inzwischen sogar auf der Landesdenkmalliste.
Doch auch abseits der Trabrennen lohnt sich der Weg nach Karlshorst. Der große Antikflohmarkt auf der Trabrennbahn findet jeweils Anfang des Monats statt und zieht damit regelmäßig ein buntes Publikum aus Sammlerinnen und Sammler, Designfans und Stöbernde an. Der Riesenflohmarkt bietet eine Mischung aus Antiquitäten, Sammlerstücken und Designklassikern, präsentiert von mehr als 700 Ausstellern. Außerdem gibt es spezielle Familienrenntage mit buntem Begleitprogramm für Kinder sowie die Möglichkeit, abseits der Renntage die Traberfahrschule auszuprobieren und Sulky-Fahrstunden zu nehmen. Kurzum: Die Trabrennbahn Karlshorst ist der Beweis, dass ein unvergesslicher Berliner Sonntag keine große Planung braucht.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 12.11.2025
Preisniveau
Der Eintritt zu den Renntagen ist frei. Gewettet wird ab 2,00 Euro am Wettschalter.
Renntage
An ausgewählten Sonntagen und Feiertagen, meist von 12:00 bis 17:00 Uhr. Insgesamt rund 40 Renntage im Jahr.
Rennprogramm
Das Programmheft Trab aktuell liegt kostenlos aus, die Quoten laufen bis zum Start über die Monitore.
Für Kinder
Bei den Ponyrennen fahren Kinder ab 6 Jahren mit eigenen Ponys mit, dazu gibt es MiniTrab und die Traberfahrschule.
Gastronomie
Speisen und Getränke gibt es auf dem Gelände, zwischen den Rennen bleibt Zeit dafür.
Highlight
Die Bahn läuft seit 1894, die Zuschauertribüne stammt von 1937. Zu DDR-Zeiten war sie die einzige Trabrennbahn des Landes und steht heute auf der Landesdenkmalliste.
ÖPNV
S Karlshorst mit der S3, dazu die Tramlinien 21, 27 und 37.
Parken
Kostenlose Parkplätze direkt am Gelände.















