




Das Museumsdorf Düppel zeigt auf einem Gelände von der Größe von zehn Fußballfeldern ein Dorf, wie es zwischen 1170 und 1220 in der Mark ausgesehen hat. Zwischen Schmiede, Bronzeguss und Kräutergärten leben Skudden, Ochsen und das zurückgezüchtete Düppeler Weideschwein. Kinder ab fünf Jahren dürfen hier Bogenschießen und Flammenbrot über dem Feuer backen.
Das Museumsdorf Düppel am Krummen Fenn
Im Südwesten Berlins, an der Clauertstraße in Zehlendorf, liegt ein Gelände von der Größe von etwa zehn Fußballfeldern. 1939 fand Horst Trzeciak hier am Krummen Fenn Keramikscherben, die 28 Jahre lagerten, bevor 1967 die Ausgrabungen begannen. Freigelegt wurde eine hufeisenförmige Siedlung, deren Keramik auf deutsche und slawische Bewohner hindeutet. 1975 gründete sich der Förderverein, dessen Ehrenamtliche bis 2008 Häuser, Brunnen, Zäune und Öfen errichteten, und seit 1995 gehört das Freilichtmuseum zum Berlin Museum. Der Bus 115 hält rund 500 Meter entfernt an der Ludwigsfelder Straße, eigene Parkplätze gibt es kaum.
Handwerk, Tiere und Bogenschießen im Dorf
Das Dorf zeigt den Zustand zwischen 1170 und 1220. In der Schmiede und beim Bronzeguss wird gearbeitet, in den Gärten wachsen Kräuter, und beim Textilhandwerk wird gesponnen, gewebt, gefärbt und nadelgebunden. Auf den Weiden stehen Skudden, eine vom Aussterben bedrohte Schafrasse, dazu Ochsen, Bienen und das Düppeler Weideschwein, eine zurückgezüchtete Nachbildung einer ausgestorbenen Hausschweinform. Kinder ab fünf Jahren spielen historische Kinderspiele, backen Flammenbrot am offenen Feuer und probieren das Bogenschießen aus, wo fünf Schuss einen Euro kosten. An Hörstationen erzählen sechs fiktive Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner ihre Geschichten, denen man draußen auf dem Gelände auch begegnet. Erwachsene zahlen 6,00 Euro, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 11.10.2026
Preisniveau
Erwachsene 6,00 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. Bogenschießen kostet 1,00 Euro für fünf Schuss.
Saison
Die Saison läuft von Mitte März bis Anfang November, danach gibt es Sondertermine wie das Martinsfest und das Winterleben.
ÖPNV
Bus 115 bis Ludwigsfelder Straße, rund 500 Meter entfernt. Bus 118 und 622 halten an der Clauertstraße, der S-Bahnhof Mexikoplatz (S1) liegt 1,7 Kilometer weg.
Parkmöglichkeiten
Nur wenige Parkplätze, dazu zwei Behindertenparkplätze etwa zehn Meter vom Eingang. Das Museum empfiehlt Bahn, Bus oder Rad.
Altersempfehlung
Spiel- und Mitmachangebote ab fünf Jahren, Kindergeburtstage von sechs bis zwölf Jahren.
Highlight
Hörstationen mit sechs fiktiven Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern, denen man auf dem Gelände auch begegnet.
Barrierefreiheit
Das Gelände ist weitgehend stufenlos, barrierefreie WCs liegen im Eingangsbereich. Einzelne Häuser sind nur über schmale Wege und Stufen erreichbar, Tastführungen und Führungen in Deutscher Gebärdensprache sind buchbar.
Anmeldung
Für den normalen Besuch nicht nötig. Tickets gibt es frühestens 14 Tage vorher, eine Stornierung ist nicht möglich.
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: Geschlossen
- Mittwoch: Geschlossen
- Donnerstag: Geschlossen
- Freitag: Geschlossen
- Samstag: 10:00–18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–18:00 Uhr
Adresse
Clauertstraße 11, 14163 Berlin, Deutschland







