Modersohnbrücke



Die Modersohnbrücke in Friedrichshain ist Berlins stiller Aussichtspunkt mit Bahnromantik: Züge fahren darunter durch, der Fernsehturm leuchtet im Westen, und die Sonne geht so unter, als hätte sie das extra für euch geplant.
Über die Modersohnbrücke
Die Modersohnbrücke wurde 1913/14 als Hohenlohebrücke von der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin erbaut. 1951 wurde sie gemeinsam mit der Straße umbenannt, nachdem sie den Zweiten Weltkrieg fast vollständig unversehrt überstanden hatte. Aufgrund massiver Verschleißerscheinungen musste sie 1999 abgerissen werden. In den Jahren 2000 bis 2002 wurde nach Planungen des Büros H. P. Gauff Ingenieure und der Gestaltung durch den Berliner Architekten Hans-Günther Rogalla eine vollkommen neue Straßenbrücke als Stabbogenbrücke errichtet.
Die Modersohnbrücke verbindet den Boxhagener Kiez mit der südlichen Seite Friedrichshains oberhalb der Stralauer Allee. Zwischen dem Bahnhof Ostkreuz und dem Bahnhof Warschauer Straße ist sie die einzige Möglichkeit, vom Kiez rund um den Boxhagener Platz in Richtung Spree zu kommen. Damit ist die Brücke kein isolierter Ort, sondern mitten im Leben des Kiezes verankert.
Wer danach noch etwas vorhat: Das Gebiet mit Boxhagener Platz und Revaler Straße wird oft als das Herz des Friedrichshainer Nachtlebens bezeichnet. In diesem Kiez findet man alles, was das Herz begehrt: leckere Restaurants, süße Cafés, kleine Boutiquen, coole Kneipen, tolle Märkte und sogar den einen oder anderen Club. Das RAW-Gelände liegt ebenfalls nur wenige Gehminuten entfernt. Das RAW-Areal ist nicht nur das letzte Industriebrache innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings, sondern auch seit 1999 ein kultureller Hotspot für Events aller Art, von Konzerten über Ausstellungen bis hin zu Open-Air-Kino und Flohmärkten.
Warum ist die Modersohnbrücke ein super Ort fürs erste Date?
Fürs erste Date gilt: Weniger ist oft mehr. Und genau das macht die Modersohnbrücke so überzeugend. Da die Gleise darunter verlaufen, ist der Blick nach Westen kaum durch Gebäude verbaut. Weil kaum Verkehr über die Brücke fährt, lässt es sich hier entspannt den Sonnenuntergang hinter dem Berliner Fernsehturm beobachten. S-Bahnen fahren darunter durch und die Signaltechnik sorgt für eine kleine Lichtshow, die das Gefühl gibt, mitten in der Stadt zu sein.
Das markanteste an der Brücke ist ihr wunderschöner Blick in Richtung Westen, der das Betrachten, Fotografieren und Filmen eines spektakulären Sonnenuntergangs möglich macht. Dabei braucht es kein Programm und keine Agenda. Einfach hinkommen, anlehnen, reden. Am besten natürlich mit einem kühlen Getränk vom Späti. Das kostet fast nichts und wirkt trotzdem.
Darüber hinaus liegt die Brücke auch strategisch gut für ein Date: Besonders in den wärmeren Monaten wird diese Möglichkeit von den Einheimischen genutzt, aber auch von vielen Touristen. Wer also wissen will, ob die Chemie stimmt, merkt es hier schnell. Was man auf der Modersohnbrücke sieht, entspricht eben Berlin: Industrie, Eisenbahn und der Fernsehturm. Kein aufgesetztes Ambiente, keine Ablenkung durch Servicepersonal oder Hintergrundmusik. Nur der Moment und die Person daneben. Und falls das Gespräch stockt, fährt sowieso gleich die nächste S-Bahn durch.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 09.04.2026
Öffnungszeiten
- Täglich: ganzjährig
Adresse
Modersohnbrücke, 1, 10245, Berlin, Deutschland








