Tropenhaus im Botanischen Garten



Das Große Tropenhaus im Botanischen Garten Dahlem ist ein frei tragender Hallenbau von 1906 und 1907, sechzig mal dreißig Meter groß und dreiundzwanzig Meter hoch. Darin wächst ein Stück Tropenwald mit Riesenbambus, Schraubenbaum und Palmfarnen. Eine Tageskarte für den ganzen Garten kostet 10 Euro, ermäßigt sind es 5 Euro.
Dreiundvierzig Hektar Garten und fünfzehn Gewächshäuser
Der Botanische Garten in Dahlem ist mit dreiundvierzig Hektar und rund zwanzigtausend Pflanzenarten einer der größten und artenreichsten der Welt. Sein erster Direktor Adolf Engler gab ihm 1889 ein Leitmotiv, das bis heute trägt: die Welt in einem Garten. Fünfzehn Schaugewächshäuser verteilen sich über das Gelände, und das größte davon ist das Große Tropenhaus. Schon von außen ist es ein Bauwerk für sich, ein frei tragender Hallenbau aus den Jahren 1906 und 1907, der ohne Stützen im Inneren auskommt und für seine Zeit technisch verblüffend war. 1968 bekam er eine neue Verglasung aus Acrylglas, zwischen 2006 und 2009 wurde das denkmalgeschützte Haus grundlegend saniert, wobei sich der Energiebedarf halbieren ließ. Eine Tageskarte für den gesamten Garten kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, und mit ihr stehen alle Gewächshäuser offen. Gekauft wird das Ticket an der Kasse oder vorab im Netz.
Riesenbambus unter einer dreiundzwanzig Meter hohen Decke
Drinnen schlägt einem feuchte Wärme entgegen, und genau das ist an kalten Tagen der Reiz. Auf sechzig mal dreißig Metern Grundfläche und unter einer dreiundzwanzig Meter hohen Decke wächst ein Stück Tropenwald: Ein Riesenbambus schiebt seine Halme über sechsundzwanzig Meter in die Höhe, ein Schraubenbaum steht auf Stelzwurzeln, daneben wachsen Palmfarne, eine Königspalme und eine baumförmige Pfeifenblume. Die eine Hälfte des Hauses zeigt die Tropen der Alten Welt, also Afrika, Asien und Australien, die andere die amerikanischen. Für ein erstes Date spielt das Tropenhaus seine Stärken dadurch aus, dass man nebeneinander gehen und dabei reden kann, statt sich gegenüberzusitzen. Das Wetter draußen spielt keine Rolle, und die Länge des Besuchs bestimmt man selbst: Eine Runde durch das Haus dauert eine halbe Stunde, mit den übrigen Gewächshäusern und dem weitläufigen Freiland wird daraus leicht ein halber Tag. Ein Hinweis für Planende: Das Botanische Museum auf dem Gelände wird derzeit modernisiert und bleibt noch eine Weile zu, die Gewächshäuser und der Garten sind davon nicht betroffen.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 09.04.2026
Preisniveau
Die Tageskarte für den gesamten Garten kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Eine Jahreskarte liegt bei 30 Euro, Kinder und Jugendliche bis vierzehn Jahre kommen in Begleitung kostenlos hinein.
ÖPNV
Am Eingang Königin-Luise-Straße halten der ExpressBus X83 und der Bus 101 an der Haltestelle Königin-Luise-Platz. Vom S-Bahnhof Botanischer Garten sind es rund zehn Minuten zu Fuß.
Besonderheit
Ein frei tragender Hallenbau aus den Jahren 1906 und 1907, sechzig mal dreißig Meter groß und dreiundzwanzig Meter hoch, denkmalgeschützt und zwischen 2006 und 2009 saniert.
Drumherum
Fünfzehn Schaugewächshäuser und dreiundvierzig Hektar Garten mit rund zwanzigtausend Pflanzenarten.
Gut zu wissen
Das Botanische Museum auf dem Gelände wird modernisiert und bleibt vorerst zu. Garten und Gewächshäuser sind davon nicht betroffen.
Parken
Auf dem Gelände gibt es keine Parkplätze, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird empfohlen.
Öffnungszeiten
- Montag: 09:00–18:30 Uhr
- Dienstag: 09:00–18:30 Uhr
- Mittwoch: 09:00–18:30 Uhr
- Donnerstag: 09:00–18:30 Uhr
- Freitag: 09:00–18:30 Uhr
- Samstag: 09:00–18:30 Uhr
- Sonntag: 09:00–18:30 Uhr
Adresse
Königin-Luise-Straße, 14195 Berlin, Deutschland








