Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

Auf dem Gelände an der Niederkirchnerstraße saßen von 1933 bis 1945 Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt. Heute stehen dort ausgegrabene Keller, ein Geländerundgang mit fünfzehn Stationen und rund 200 Meter Berliner Mauer. Eintritt und Führungen für Schulklassen kosten nichts. Für eine Klassenfahrt nach Berlin ist das der Blick auf die Täterseite.
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors: Lernort am historischen Täterort
Zwischen Niederkirchnerstraße und Wilhelmstraße lagen von 1933 bis 1945 die Gestapo-Zentrale, die Reichsführung-SS, der Sicherheitsdienst und ab 1939 das Reichssicherheitshauptamt. Von diesem Gelände aus wurde die Verfolgung in ganz Europa organisiert. Zu sehen sind heute die ausgegrabenen Keller einer SS-Kantine, das Bodendenkmal des früheren Hausgefängnisses und rund 200 Meter erhaltene Berliner Mauer entlang der Straße.
Begonnen hat alles mit einer Ausstellung zur 750-Jahr-Feier Berlins im Juli 1987, die wegen des großen Zuspruchs blieb. Der heutige Bau von Ursula Wilms mit dem Außengelände von Heinz W. Hallmann wurde am 6. Mai 2010 eröffnet. Ein Geländerundgang mit fünfzehn Stationen und die Grabenausstellung „Berlin 1933 – 1945″ ergänzen die Dauerausstellung im Haus.
Kostenlose Führungen und Seminare für Schulklassen in Kreuzberg
Der Eintritt in alle Ausstellungen und auf das Gelände kostet nichts. Für Schulklassen sind auch die Führungen kostenfrei, sobald eine Bescheinigung der Schule vorliegt, andere Gruppen zahlen 80 Euro für sechzig Minuten. Buchbar sind die Angebote ab sieben Personen, die Anfrage sollte mehrere Wochen vor dem Wunschtermin gestellt werden.
Wer länger bleiben möchte, bucht ein Seminar über fünf Stunden, das ebenfalls nichts kostet und einen geführten Rundgang mit der Arbeit an historischen Quellen verbindet. Empfohlen ist der Besuch ab 14 Jahren, die Seminare richten sich an die Jahrgangsstufen 9 und 10 aufwärts. Eigene Führungen durch Lehrkräfte sind im Gebäude nicht erlaubt, selbstständige Rundgänge ohne Anmeldung dagegen jederzeit möglich. Die Audiotour zur Dauerausstellung liegt in 22 Sprachen vor, dazu in Leichter Sprache und in Gebärdensprache. Ein Hinweis für die Vorbereitung: Im hinteren Teil der Ausstellung werden Fotografien von Gewalt und von Toten gezeigt.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 15.10.2026
Preisniveau
Eintritt frei. Führungen für Schulklassen mit Schulbescheinigung kostenlos, andere Gruppen zahlen 80 Euro für 60 Minuten.
Dauer
Führung 60 Minuten, Seminar fünf Stunden inklusive geführtem Rundgang.
ÖPNV
U Kochstraße (U6) rund 350 Meter, S Anhalter Bahnhof rund 500 Meter, S+U Potsdamer Platz rund 600 Meter.
Parkmöglichkeiten
Am Haus gibt es keine Parkplätze. Stellplätze für Menschen mit Behinderung liegen auf dem Gelände des Martin-Gropius-Baus.
Gruppengröße
Buchbar ab sieben Personen, die Anfrage sollte mehrere Wochen vor dem Wunschtermin gestellt werden.
Altersempfehlung
Empfohlen ab 14 Jahren, Seminare ab Jahrgangsstufe 9.
Barrierefreiheit
Geprüft barrierefrei mit Rampe, Aufzug, Leihrollstühlen und induktiver Höranlage.
Sprachen
Ausstellung auf Deutsch und Englisch, Audiotour in 22 Sprachen sowie in Leichter Sprache und Gebärdensprache.
Hinweis
Im hinteren Teil der Ausstellung werden Fotografien von Gewalt und von Toten gezeigt.
Öffnungszeiten
- Montag: 10:00–20:00 Uhr
- Dienstag: 10:00–20:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00–20:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00–20:00 Uhr
- Freitag: 10:00–20:00 Uhr
- Samstag: 10:00–20:00 Uhr
- Sonntag: 10:00–20:00 Uhr





