


Seit 1989 ist Hard Wax Berlins wichtigster Plattenladen für elektronische Musik – gegründet von Mark Ernestus, heute im Kraftwerk-Komplex in Kreuzberg, direkt neben Tresor und Ohm. Wer Techno, Dub und House wirklich versteht, kommt hier nicht zufällig vorbei.
Hard Wax: Wo Berlins Techno-Geschichte beginnt
Gegründet wurde der Plattenladen 1989 von Mark Ernestus von Basic Channel – und zwar just in dem Jahr, in dem die Mauer fiel. Wie der legendäre Club Tresor war Hard Wax Teil der Berlin-Detroit-Achse, die in den 90ern für den regelmäßigen Austausch zwischen Musiker*innen und der Technoszene beider Städte sorgte. Daher war der Laden von Anfang an weit mehr als ein Ort zum Plattenkaufen. Ernestus formte mit seiner sorgfältig kuratierten Plattenauswahl die Berliner Musikszene und zog DJ*anes aus aller Welt an. Zudem etablierte sich Hard Wax als Sprungbrett für neue Talente und Sounds.
Zu den Mitarbeiter*innen zählten über die Jahre prominente DJ*anes wie DJ Hell, Gernot Bronsert von Modeselektor und Marcel Dettmann. Wer also hinter dem Tresen stand, spielte später in den größten Clubs der Stadt. Kein Wunder also, dass Hard Wax heute als Institution gilt.
Vinyl, Dub und ein neues Zuhause im Kraftwerk
Spezialisiert ist der Laden auf Techno, Reggae, Dub und Dubstep. Dabei reicht das Angebot von aktuellen Club-Releases bis hin zu House-Klassikern aus Chicago und Detroit. Zudem fungiert Hard Wax als Distributor für mehrere Berliner Labels im Umfeld von Basic Channel. Damit ist er gleichzeitig Plattenladen, Netzwerk und Archiv der elektronischen Musik.
2023 musste Hard Wax seinen angestammten Standort am Paul-Lincke-Ufer aufgeben. Der Laden zog ins Kraftwerk, in dem auch die Clubs Tresor und Ohm beheimatet sind. Der Umzug war durch die allgegenwärtige Gentrifizierung in Berlin erzwungen worden. Doch das neue Zuhause passt: Dass Hard Wax nun im Tresor-Komplex untergebracht ist, bringt zwei der wichtigsten Berliner Institutionen unter ein Dach. Wer also Vinyl in Berlin sucht, findet hier nicht nur Platten, sondern einen Ort, an dem die Geschichte der elektronischen Musik bis heute weitergeschrieben wird.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 06.07.2026
Genre-Schwerpunkt:
Techno, House, Dub, Reggae und Dubstep - Spezialist für elektronische Musik
Preisniveau:
neue 12" ab ca. 10 €, LPs ca. 20 - 30 €, gebrauchte Platten ab ca. 5 €
ÖPNV:
S+U Jannowitzbrücke (U8, S3/S5/S7/S9), wenige Minuten zu Fuß
Parken:
Parkzone, begrenzte Stellplätze in den Seitenstraßen
Highlight:
Seit 1989 legendäre Institution, heute im Kraftwerk-Gebäude zwischen Tresor und Ohm
Öffnungszeiten
- Montag: 15:00–20:00 Uhr
- Dienstag: 15:00–20:00 Uhr
- Mittwoch: 15:00–20:00 Uhr
- Donnerstag: 15:00–20:00 Uhr
- Freitag: 15:00–20:00 Uhr
- Samstag: 15:00–20:00 Uhr
- Sonntag: Geschlossen









