


Das Tempodrom begann 1980 als Zirkuszelt am Potsdamer Platz und steht seit 2001 als Betonbau mit 37 Meter hohem Faltdach auf dem Gelände des früheren Anhalter Bahnhofs. Die Große Arena fasst bis zu 4.200 Gäste und ist wie ein modernes Amphitheater gebaut, im Untergeschoss liegt ein Salzwasserbecken von 13 Metern Durchmesser unter einer Betonkuppel.
Ein steinernes Zelt auf dem Gelände des Anhalter Bahnhofs
Das Tempodrom steht an der Möckernstraße 10 in Kreuzberg, unmittelbar neben den Fundamenten des früheren Südportals des Anhalter Bahnhofs. Gleich nebenan erhebt sich am Askanischen Platz der erhaltene Portikus des Bahnhofs, dahinter liegen der Landwehrkanal, der zwischen 2006 und 2013 angelegte Park am Gleisdreieck und der Anhalter Steg, eine Fußgängerbrücke zum Deutschen Technikmuseum. Der S-Bahnhof Anhalter Bahnhof mit S1, S2, S25 und S26 liegt direkt vor dem Haus, der U-Bahnhof Möckernbrücke mit U1 und U7 rund 500 Meter entfernt. Eigene Parkplätze gibt es nicht, dafür 16 Behindertenparkplätze auf dem Vorplatz, nur etwa 20 Meter vom Haupteingang. Angefangen hat alles am 1. Mai 1980, als die frühere Krankenschwester Irene Moessinger von einer Erbschaft ein Zirkuszelt kaufte und es direkt an der Mauer am Potsdamer Platz aufstellte. In den 1980er Jahren kamen 500 bis 3.000 Besucher pro Veranstaltung und rund 200.000 Gäste im Jahr. Nach Stationen im Tiergarten und am Postbahnhof begann 1999 der Bau am heutigen Standort, die Grundsteinlegung folgte am 21. Mai 2000.
Ein Faltdach aus Beton über der Großen Arena
Entworfen haben das Tempodrom Doris Schäffler und Stephan Schütz vom Büro von Gerkan, Marg und Partner, eröffnet wurde es Ende 2001 mit der Verleihung des Europäischen Filmpreises. Das Dach zitiert die Form des alten Zirkuszelts, besteht aber aus zwölf Zentimeter dicken Stahlbeton-Fertigteilplatten auf einem Stahlfachwerk, ruht auf zwölf Stahl-Rollenlagern und ragt 37 Meter auf; verglichen wird die Konstruktion gern mit Oscar Niemeyers Kathedrale von Brasília. Die Große Arena ist wie ein modernes Amphitheater mit Ober- und Unterrang gebaut, misst 33,5 mal 33,5 Meter bei 30 Metern Höhe und fasst bis zu 4.200 Gäste; die Manege hat 25 Meter Durchmesser und lässt sich durch Einfahren der Tribünen vergrößern. Daneben gibt es eine Kleine Arena von rund 255 Quadratmetern für 30 bis 400 Personen und ein Foyer über drei Ebenen. Unter dem Haus liegt ein Salzwasserbecken von 13 Metern Durchmesser unter einer Betonkuppel mit Oberlicht. Gespielt wird ein reines Gastspielprogramm aus Konzerten, Comedy und Shows, der Höhepunkt ist der Roncalli Weihnachtscircus mit Akrobatik, Luftartistik und Clownerie, für den Tickets ab 37,60 Euro kosten. Ein Fahrstuhl im Foyer erschließt alle Ränge und die Manege.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 07.10.2024
Preisniveau
Die Preise hängen vom Veranstalter ab. Für den Weihnachtscircus beginnen sie bei 37,60 Euro, für ein mehrtägiges Sportturnier bei 43,11 Euro.
Premium Lounge
Ein separat buchbares Upgrade pro Person mit Fast-Lane-Einlass, offener Bar, kostenfreier Garderobe, eigenen Sanitäranlagen und Gästeservice. Es gilt zusätzlich zum regulären Showticket und ist nur online erhältlich.
Große Arena
Bis zu 4.200 Gäste auf 2.800 Quadratmetern, davon 1.400 Quadratmeter Manege. Die Maße betragen 33,5 mal 33,5 Meter bei 30 Metern Höhe, die Manege hat 25 Meter Durchmesser und lässt sich durch Einfahren der Tribünen vergrößern.
Kleine Arena
Rund 255 Quadratmeter mit einer Manege von etwa 115 Quadratmetern und einem eigenen Foyer von 63 Quadratmetern mit separatem Eingang. Je nach Bestuhlung finden dort 30 bis 400 Personen Platz.
Foyer und Außenflächen
Das Foyer erstreckt sich über drei Ebenen, misst rund 1.000 Quadratmeter und fasst bis zu 1.200 Personen. Dazu kommen ein Vorplatz von etwa 2.000 und eine Dachterrasse von rund 3.500 Quadratmetern.
Das Dach
37 Meter hoch, gebaut aus zwölf Zentimeter dicken Stahlbeton-Fertigteilplatten auf einem Stahlfachwerk und auf zwölf Stahl-Rollenlagern ruhend. Die Form zitiert ein Zirkuszelt und wird gern mit Oscar Niemeyers Kathedrale von Brasília verglichen.
Geschichte
Gegründet am 1. Mai 1980 von Irene Moessinger als Zirkuszelt am Potsdamer Platz, direkt an der Mauer. Nach Stationen im Tiergarten und am Postbahnhof begann 1999 der Bau am Anhalter Bahnhof, Grundsteinlegung war der 21. Mai 2000.
Architektur und Eröffnung
Entworfen von Doris Schäffler und Stephan Schütz vom Büro von Gerkan, Marg und Partner. Eröffnet wurde das Haus Ende 2001 mit der Verleihung des Europäischen Filmpreises.
Das Liquidrom
Unter dem Haus liegt ein Salzwasserbecken von 13 Metern Durchmesser unter einer Betonkuppel mit Oberlicht, dazu ein Spa-Bereich und gelegentliche Live-Konzerte.
Weihnachtscircus
Der Roncalli Weihnachtscircus läuft hier in seiner 22. Ausgabe mit Akrobatik, Luftartistik, Clownerie und poetischen Inszenierungen. Das Programm ist familienorientiert und für alle Altersgruppen ausgelegt, dazu kommen ein Silvester- und ein Neujahrskonzert mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.
Barrierefreiheit
Gesonderter Eingang, stufenloser Zugang, alle Durchgänge und Türen mindestens 90 Zentimeter breit. Ein Fahrstuhl im Foyer erschließt Oberrang, Unterrang und Manege, sechs Behindertentoiletten liegen im Unterrang. Assistenzhunde sind willkommen, 16 Behindertenparkplätze liegen auf dem Vorplatz, etwa 20 Meter vom Haupteingang.
Verkehr und Parken
Der S-Bahnhof Anhalter Bahnhof mit S1, S2, S25 und S26 liegt direkt vor dem Haus, der U-Bahnhof Möckernbrücke mit U1 und U7 rund 500 Meter entfernt, die Busse M29 und M41 halten etwa 300 Meter weit weg. Eigene Parkplätze gibt es nicht, empfohlen werden das Parkhaus Stresemannstraße in rund 290 Metern und das Parkhaus Gleisdreieck. Möckernstraße 10, 10963 Berlin.
Öffnungszeiten
- Termine: Je nach Veranstaltung










