



Seit 1960 ist das Berliner Kabarett-Theater Die Wühlmäuse am Theodor-Heuss-Platz in Charlottenburg die schärfste Adresse für politische Satire und Comedy in der Hauptstadt. Gegründet von Dieter Hallervorden, steht das 516 Plätze fassende Haus für bissigen Witz, der nie den Faden verliert.
Kabarett mit Tradition und Biss: Die Wühlmäuse
Das Kabarett-Theater Die Wühlmäuse wurde 1960 von Künstler*innen um Dieter Hallervorden gegründet und hat seitdem eine bemerkenswerte Geschichte geschrieben. Den Namen verdankt das Haus einer Maus, die während einer Probe auf einem Klavier Platz nahm. Was charmant klingt, steckt tatsächlich im Kern: So unbekümmert wie diese Maus agiert Die Wühlmäuse bis heute auf der Bühne. In den 60er Jahren etablierten sie dabei eine neue Form des Kabaretts: Das klassische Nummernkabarett lösten sie zugunsten eines Programms mit durchgehenden Rollen, einem roten Handlungsfaden und einem einheitlichen Grundthema ab. Das war damals eine kleine Revolution. So konnten politisch-gesellschaftliche Inhalte genauer beleuchtet und behandelt werden, und die Begeisterung von Publikum und Presse ließ nicht lange auf sich warten.
Nachwuchs, Größen und 364 Abende im Jahr
Nach mehreren Umzügen fanden Die Wühlmäuse im Jahr 2000 ihre heutige Spielstätte am Theodor-Heuss-Platz in Charlottenburg. In dem ehemaligen Kinosaal der britischen Streitkräfte finden bis zu 516 Gäste Platz. Dort geht es nahezu täglich rund: Das Theater wird an 364 Tagen im Jahr bespielt und bietet ein abwechslungsreiches Programm. Zu den Auftretenden gehören Kabarettgrößen wie Mathias Richling, Dieter Nuhr, Horst Evers oder Florian Schroeder, aber auch junge Stimmen, die noch niemand kennt. Dafür sorgt seit 2001 das Große Kleinkunstfestival: Es gilt als einer der wichtigsten Wettbewerbe für Kabarett, Comedy, Musik und Varieté, und vielen Größen der Kabarettszene, darunter Torsten Sträter, Simone Solga oder Sascha Grammel, gelang hier der Durchbruch. Die Wühlmäuse verbinden jahrzehntelange Kabarett-Geschichte mit einem Programm, das fest in der Gegenwart steht.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 03.08.2026
Ticketpreise
Eintritt meist 22 - 38 €, ermäßigt ab ca. 16 €
ÖPNV
U2 Theodor-Heuss-Platz, wenige Gehminuten
Parken
Parkplätze rund um den Theodor-Heuss-Platz sowie Tiefgaragen in der Umgebung
Barrierefreiheit
Ebenerdiger Zugang, Rollstuhlplätze auf Anfrage
Gastronomie
Theaterbar mit Getränken und kleinen Snacks vor der Vorstellung und in der Pause
Highlight
Traditionsreiche Bühne mit eigenem Ensemble und prominenten Kabarett-Gastspielen
Öffnungszeiten
- Montag: 12:00–19:00 Uhr
- Dienstag: 12:00–19:00 Uhr
- Mittwoch: 12:00–19:00 Uhr
- Donnerstag: 12:00–19:00 Uhr
- Freitag: 12:00–19:00 Uhr
- Samstag: 12:00–19:00 Uhr
- Sonntag: 12:00–19:00 Uhr










