

Seit 1992 steht in Wilmersdorf ein Spiegelzelt von 1912, in dem Kabarett, Chanson und Comedy auf Tischbestuhlung treffen. Die BAR JEDER VERNUNFT verbindet Abendessen und Bühne so selbstverständlich, dass beides zusammengehört.
Zuletzt aktualisiert am 24.06.2026
Viktoria Tkachenko
Bei Erlebnisgastronomie besteht immer die Gefahr, dass die Show den Teller vergessen lässt. Genau darauf habe ich geachtet: Trägt das Konzept über den ganzen Abend, oder verpufft der erste Effekt nach zwanzig Minuten? Mir war wichtig, ob die Küche mit der Inszenierung mithält, ob das Programm wirklich unterhält und ob am Ende ein Abend bleibt, von dem man noch Wochen später erzählt.


Seit 1992 steht in Wilmersdorf ein Spiegelzelt von 1912, in dem Kabarett, Chanson und Comedy auf Tischbestuhlung treffen. Die BAR JEDER VERNUNFT verbindet Abendessen und Bühne so selbstverständlich, dass beides zusammengehört.


Eine chinesische Pagode von 1770 im Park Sanssouci, dazu barocke Kostüme und ein Abendessen mit Friedrich dem Großen: Das Restaurant und Café Drachenhaus verbindet preußische Geschichte mit Küche, die den Ort ernst nimmt.

Am Potsdamer Platz kocht ein wenige Zentimeter großer Koch direkt auf dem Teller: Le Petit Chef verbindet 3D-Projektion mit einem mehrgängigen Menü und macht aus dem Abendessen eine Vorstellung.







Zirkusdeko, Burlesque am Wochenende und Berliner Küche vom Frühstück bis in die Nacht: Die Wilde Matilde an der Rathausstraße macht aus einem Abendessen im Zentrum eine kleine Vorstellung.



In der Arminiusmarkthalle in Moabit wechseln sich drei Gänge und Artistik ab, gekocht wird offen im Saal. Das Berliner Schlemmer Varieté macht aus dem Menü und der Bühne einen durchgehenden Abend.







Zwischen Vorspeise und Dessert stehen Sängerinnen und Sänger neben dem Tisch: Pasta Opera kombiniert ein italienisches Menü mit live gesungenen Arien, unter anderem im Schloss Friedrichsfelde.




Beim Krimidinner der Auftakter in Schmargendorf gehört das Mitraten zum Menü: Zwischen den Gängen spielt ein Ensemble den Fall, aufgelöst wird erst zum Dessert.

Auf 207 Metern dreht sich der Saal einmal pro Stunde um die eigene Achse, während auf den Tellern Berliner Klassiker in der Handschrift von Tim Raue liegen. Sphere macht die Stadt selbst zur Kulisse des Abends.



Ein Forsthaus von 1841 direkt am Havelufer, erreichbar nur zu Fuß durch den Wald: Das Historische Wirtshaus Moorlake serviert Berliner Klassiker dort, wo früher der preußische Hof Station machte.

Deutschlands erstes Dunkelrestaurant liegt an der Saarbrücker Straße und serviert seit Jahren komplett ohne Licht. In der unsicht-Bar Berlin, früher als Nocti Vagus bekannt, führt blindes Servicepersonal durch den Abend.