Konzerthaus Berlin


Am Gendarmenmarkt in Mitte thront Schinkels Klassizismus-Juwel, das seit 1984 als Konzerthaus Berlin Maßstäbe in der Berliner Klassikszene setzt. Chefdirigentin Joana Mallwitz und das Konzerthausorchester Berlin garantieren Sinfonik auf höchstem Niveau, während das Programm weit über das Erwartbare hinausgeht.
Konzerthaus Berlin: Schinkel trifft Weltklasse-Klassik
Zusammen mit Französischem und Deutschem Dom steht das Konzerthaus Berlin im Herzen Berlins und bildet damit eines der beeindruckendsten Platzensembles der deutschen Hauptstadt. Nach massiver Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das damalige Schauspielhaus in der DDR aufgebaut und 1984 als Konzerthaus wiedereröffnet. Historisch korrekt nach Plänen Karl Friedrich Schinkels verfuhr man dabei mit der Fassade, während das Innere den Bedürfnissen eines Konzerthauses entsprechend völlig neu konzipiert wurde. Was man heute betritt, ist also sowohl Baudenkmal als auch lebendiger Konzertsaal.
Detaillierte Dekorationen in Gold und Rot, 14 Kronleuchter, eine prächtig verzierte Decke und beinahe 1.700 Sitzplätze prägen den Großen Saal. Mit seiner rechteckigen Form gehört er zur sogenannten „Schuhschachtel”-Kategorie, gilt akustisch jedoch als einer der besten der Welt. Wer also für klassische Konzerte nach Berlin kommt, landet hier genau richtig. Als eine der repräsentativsten Orgeln Berlins besitzt die Hausorgel verteilt auf vier Manuale und Pedal insgesamt 74 Register. Darüber hinaus bieten insgesamt drei Veranstaltungssäle Platz: der Große Saal, der Kleine Saal und der Werner-Otto-Saal.
Saison 2025/26: Zwischen Tradition und Gegenwart
Zur Jahrespressekonferenz im Juni 2025 präsentierten der designierte Intendant Tobias Rempe und Chefdirigentin Joana Mallwitz die Saison 2025/26. In seiner ersten Saison setzt Rempe auf den Dialog mit der Stadt. Das zeigt sich auch im Programm: Als Artist in Residence 2025/26 bereichert die international gefeierte Pianistin Alice Sara Ott das Programm als Solistin, Kammermusikerin und in dem interdisziplinären Gesprächsformat „Universum”. Zugleich ist Bryce Dessner, der sowohl als Klassik-Komponist als auch mit der Band The National Grammy-ausgezeichnet wurde, als Composer in Residence zu Gast.
Wer meint, klassische Konzerte in Berlin seien ausschließlich für eingeweihte Kenner*innen gedacht, wird hier eines Besseren belehrt. Die Konzertreihe „Aşina” steht für ein neues Hören, das das Bekannte im vermeintlich Fremden erkennt. Daneben verbindet das neue Konzertformat „Berlin Tracks” klassische Musik mit dem Sound Berlins, von Folklore über Soul bis Elektropop. Außerdem wird die Saisoneröffnung mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Leitung von Joana Mallwitz live in die Freiluftkinos Friedrichshain und Rehberge übertragen und erreicht damit ein noch breiteres Publikum. So schafft das Konzerthaus Berlin den Spagat zwischen anspruchsvoller Sinfonik und echter Offenheit für alle Berliner*innen.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 15.07.2026
Preisniveau
Im Großen Saal 12,00 bis 110,00 Euro, im Kleinen Saal 11,00 bis 38,00 Euro.
ÖPNV
U2 Hausvogteiplatz und U6 Französische Straße, wenige Gehminuten; U2/U6 Stadtmitte in der Nähe.
Parkmöglichkeiten
Parkhäuser rund um den Gendarmenmarkt und die Charlottenstraße; gebührenpflichtige Parkzone.
Highlight
Klassizistischer Schinkel-Bau am Gendarmenmarkt - Heimat des Konzerthausorchesters Berlin.
Öffnungszeiten
- Geöffnet: je nach Veranstaltung










