Stadtbad Neukölln



Das Stadtbad Neukölln von 1914 ist nach dem Vorbild antiker Thermen gebaut, mit Kuppel, Oberlicht und rundem Tauchbecken. Architekt war Reinhold Kiehl, das Ensemble steht unter Denkmalschutz. Geschwommen wird in einer 25-Meter- und einer 19-Meter-Halle. Für Indoor Sport bei Regen kommt eine Saunalandschaft mit stündlichen Aufgüssen dazu.
Stadtbad Neukölln: ein Badepalast von 1914
Das Stadtbad Neukölln an der Ganghoferstraße entstand zwischen 1912 und 1914 nach Plänen von Reinhold Kiehl, gebaut im Auftrag des Magistrats von Rixdorf und angelegt nach dem Vorbild einer antiken Therme. Das Ergebnis ist ein Schwimmbad, das eher wie ein Museum wirkt: ein Kuppelbau mit Oberlicht, ein rundes Tauchbecken, Mosaiken und Säulen. Zusammen mit der Städtischen Volksbibliothek nebenan steht das Ensemble unter Denkmalschutz. In den besten Zeiten kamen bis zu 10.000 Menschen am Tag, und das Haus galt als eines der schönsten Bäder Europas. 2009 wurde es aufwendig saniert. Geschwommen wird heute in zwei Hallen: Die Große Halle hat ein 25-Meter-Becken, die Kleine Halle ein 19-Meter-Becken, beide mit Nichtschwimmerbereich und Wassertiefen zwischen 65 Zentimetern und 2,40 Metern.
Saunalandschaft mit stündlichen Aufgüssen
Der zweite Teil des Hauses ist die Sauna, die zuletzt grundlegend saniert wurde. Bei den Arbeiten kam unter dem modernen Warmwasserbecken ein historisches Becken zum Vorschein; das Warmwasserbecken selbst wurde denkmalgerecht wiederhergestellt. Sanarium und alte finnische Sauna sind zu einer großen Kabine mit neuem Aufgussofen zusammengelegt worden, in der es stündlich Aufgüsse gibt. Dazu kommen Kräutersauna, Caldarium, Dampfbad, Tauchbecken, Fußbäder, ein Ruhebereich, ein Außenbereich sowie Massage- und Gastroangebote. Ein Besuch verbindet damit Bahnenschwimmen und Aufguss ohne Ortswechsel, was an einem verregneten Tag in Neukölln einiges wert ist. Barrierefrei ist das Haus weitgehend: barrierefreie Duschen, Umkleiden und Toiletten, ein Fahrstuhl und ein Wasserlift in der kleinen Halle gehören dazu, wobei nicht alle Bereiche der Sauna mit dem Rollstuhl erreichbar sind.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 23.09.2026
Preisniveau
Schwimmen 90 Minuten 6,00 Euro, ermäßigt 3,70 Euro. Tagesticket 11,50 Euro, ermäßigt 8,50 Euro. Sauna-Tageskarte 23,00 Euro, Drei-Stunden-Karte 20,00 Euro. Kinder unter fünf Jahren zahlen nichts.
ÖPNV
U-Bahnhöfe Rathaus Neukölln und Karl-Marx-Straße, Linie U7. Dazu die Buslinien M41, M43 und 166.
Parkmöglichkeiten
Keine eigenen Besucherparkplätze, geparkt wird in den umliegenden Straßen. Behindertenparkplätze sind vorhanden, Fahrradständer gibt es vor dem Haus nicht.
Highlight
Ein Badepalast von 1914 nach dem Vorbild antiker Thermen, mit Kuppelbau, Oberlicht und rundem Tauchbecken. Das Ensemble mit der Städtischen Volksbibliothek steht unter Denkmalschutz.
Becken
Große Halle mit 25-Meter-Becken, Kleine Halle mit 19-Meter-Becken, beide mit Nichtschwimmerbereich und Wassertiefen von 65 Zentimetern bis 2,40 Metern.
Sauna
Finnische Sauna mit stündlichen Aufgüssen, Kräutersauna, Caldarium, Dampfbad, Tauchbecken, Fußbäder, Ruhebereich und ein denkmalgerecht restauriertes Warmwasserbecken.
Barrierefreiheit
Barrierefreie Duschen, Umkleiden und Toiletten, Fahrstuhl und ein Wasserlift in der kleinen Halle. Nicht alle Bereiche der Sauna sind mit dem Rollstuhl erreichbar.
Öffnungszeiten
- Montag: 12:00–22:30 Uhr
- Dienstag: 14:00–22:30 Uhr
- Mittwoch: 12:00–22:30 Uhr
- Donnerstag: 14:00–22:30 Uhr
- Freitag: 13:00–22:30 Uhr
- Samstag: 10:00–22:30 Uhr
- Sonntag: 10:00–22:30 Uhr
Adresse
Ganghoferstraße 3, 12043 Berlin, Deutschland
https://www.berlinerbaeder.de/baeder/detail/stadtbad-neukoelln/





