Radtour durch Lichtenberg und Hohenschönhausen - Top 10 Fahrradtouren durch Berlin | Top10 Berlin
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Radtour durch Lichtenberg und Hohenschönhausen

Hohenschönhausen

Foto: Gedenkstätte Hohenschönhausen
© Foto: Top10 Berlin

Die Radtour durch Lichtenberg und Hohenschönhausen führt in gut anderthalb Stunden von der Gedenkstätte in der Genslerstraße über das Mies-van-der-Rohe-Haus von 1932 zu Obersee und Orankesee. Danach wird es ländlich: Die Malchower Aue ist seit 1995 Naturschutzgebiet, auf dem Naturhof Malchow weiden Schottische Hochlandrinder.

Radtour durch Lichtenberg und Hohenschönhausen: Gefängnis, Bauhaus und Seen

Die Radtour durch Lichtenberg und Hohenschönhausen beginnt an der Genslerstraße, wo von April 1951 bis Januar 1990 das zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit lag. Schon ab 1946 betrieb die sowjetische Besatzungsmacht im Keller, dem sogenannten U-Boot, ihr Untersuchungsgefängnis für Ostdeutschland. 44 Jahre politische Verfolgung an einem Ort, die Dauerausstellungen sind kostenlos zugänglich. Für die reine Fahrzeit der Runde sind gut eine Stunde und zwanzig Minuten zu rechnen, die Wege sind gut ausgebaut und das Gelände ist flach.

Keine zwei Kilometer weiter steht an der Oberseestraße das Mies-van-der-Rohe-Haus, 1932 und 1933 als Landhaus für den Grafikunternehmer Karl Lemke gebaut und der letzte Auftrag, den Mies van der Rohe vor seiner Emigration annahm. Später diente es als Küche, Garage und Hausmeisterwohnung, seit 1990 ist es öffentlich zugänglich. Auch der Garten folgt einem Entwurf des Architekten, der Eintritt kostet nichts.

Obersee, Orankesee und die Malchower Aue

Der Obersee davor ist künstlich angelegt, der Park an seinem Ufer stammt von 1913 und hat alte Bäume und Skulpturen am Weg. Auf der kleinen Insel stand einmal ein Teehaus, das nur per Gondel zu erreichen war. Zum Baden taugt der See nicht, er dient der Regenwasserbehandlung. Anders der benachbarte Orankesee: rund vier Hektar groß, etwa 940 Meter Uferlinie, an der tiefsten Stelle 6,70 Meter, entstanden aus Toteis nach der letzten Eiszeit. Das Strandbad dort gibt es seit 1929.

Nach Norden führt die Strecke in die Malchower Aue, ein 22 Hektar großes Naturschutzgebiet, das 1995 unter Schutz gestellt wurde. Auf dem früheren Niedermoor sind 318 Pflanzenarten und rund 40 Vogelarten nachgewiesen, von Weißstorch und Braunkehlchen bis zum Eisvogel. Am Naturhof Malchow liegen 16 Hektar Streuobstwiesen mit fast 900 Bäumen, Schottische Hochlandrinder halten die Flächen kurz. In Falkenberg steht die Dorfkate von 1820, das einzige Lehmhaus Berlins.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 20.10.2026

Dauer

Rund eine Stunde und zwanzig Minuten reine Fahrzeit, flaches Gelände und gut ausgebaute Wege.

Start

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Genslerstraße 66.

ÖPNV

Tram M5 bis Freienwalder Straße, Tram M6 und Tram 16 bis Genslerstraße, Bus 256 bis Große-Leege-Straße. Zum Mies-van-der-Rohe-Haus fährt die Tram 27.

Eintritt

Die Dauerausstellungen der Gedenkstätte sind kostenlos. Eine Führung kostet 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, für Schüler 1,50 Euro. Gruppen ab sieben Personen müssen sich anmelden.

Mies-van-der-Rohe-Haus

Eintritt frei, stufenlos zugänglich, mit barrierefreiem WC. Architekturführungen kosten 5 Euro, bis 16 Jahre frei.

Baden

Der Obersee dient der Regenwasserbehandlung und eignet sich nicht zum Baden. Das Strandbad am Orankesee hat nur von Mai bis August auf.

Fahrradverleih

Kein kommerzieller Verleih am Start. Der Lichtenberger Lastenradverleih fLotte ist kostenfrei, eine Station liegt im Interkulturellen Garten in der Liebenwalder Straße 12.

Einkehr

Storchencafé und Hofladen am Naturhof Malchow, die Falkenberger Dorfkate mit kleiner Gaststätte und das Café Lehmsofa in Falkenberg.

Öffnungszeiten

  • Montag: 09:00–18:00 Uhr
  • Dienstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Mittwoch: 09:00–18:00 Uhr
  • Donnerstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Freitag: 09:00–18:00 Uhr
  • Samstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Sonntag: 09:00–18:00 Uhr

Adresse

Genslerstraße 66, 13055 Berlin, Deutschland

+49 30 98608230

http://www.stiftung-hsh.de/

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