Admiralspalast – Musicals und Shows | Top10berlin
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Admiralspalast

Mitte

© Foto: Admiralspalast

Der Admiralspalast an der Friedrichstraße entstand 1911 über einer zufällig gefundenen Solequelle und vereinte einmal Thermalbad, Eispalast, Kegelbahnen und ein Kino unter einem Dach. Heute ist das denkmalgeschützte Haus ein Gastspielhaus mit rund 1.600 Plätzen, einer erhaltenen Kaiserloge und originaler Bühnenmaschinerie von Hand.

Von der Solequelle zum Eispalast an der Friedrichstraße

Der Admiralspalast steht an der Friedrichstraße 101, keine fünfzig Meter vom Bahnhof Friedrichstraße entfernt, wo S-Bahn, U6, die Tramlinien M1 und 12 und die Buslinie 147 halten; die Anlieferung läuft über die Planckstraße, und zum Haus gehört ein Innenhof von rund 400 Quadratmetern. Im Vorderhaus spielt seit 1953 das politische Kabarett Die Distel, und ein paar Hausnummern weiter steht der Friedrichstadt-Palast. Angefangen hat alles mit einem Zufall: 1867 stießen Bauarbeiter hier auf eine Solequelle, 1873 eröffnete daraufhin das Admiralsgartenbad, das 1890 auf drei Etagen erweitert wurde. 1910 fiel das Badehaus, und am 20. April 1911 öffnete der Admiralspalast mit Thermalbad, Eispalast, Café, Kegelbahnen, Restaurants und einem Lichtbild-Theater; verantwortlich waren Heinrich Schweitzer und Alexander Diepenbrock. Die Eisbahn maß 50 mal 23 Meter, das Hauptbecken 14 mal fünf Meter, und das Luxusbad bot römisch-russische Bäder mit Mosaiken und Majolika-Dekor. Um 1921 bauten Oskar Kaufmann und Richard Wolffenstein die Eisbahn zum Welt-Varieté im Art-déco-Stil um, das 1.065 Plätze hatte. 1923 wurde daraus ein Revuetheater unter Herman Haller, und 1931 entstand durch einen weiteren Umbau ein Volltheater mit rund 2.200 Plätzen in expressionistischer Gestaltung.

Kaiserloge, Gegenzüge und ein Programm von Comedy bis Musical

Den heutigen Saal prägt der Umbau von 1939 nach Plänen von Paul Baumgarten, schlicht und klassizistisch; 1941 kam im ersten Rang eine Mittelloge dazu. Zwischen 1945 und 1955 spielte hier die Deutsche Staatsoper, 1946 fand im Haus der Gründungsparteitag der SED statt, und von 1955 bis 1997 lief es als Metropol-Theater mit Operetten und Broadway-Musicals. Genau dieser politischen Rolle verdankt der Admiralspalast seinen Schutzstatus: 1979 kam er in die zentrale Denkmalliste der DDR, seit 1990 steht er in der gesamtdeutschen Liste. Nach der Ersteigerung 2003 wurde 2006 mit der Dreigroschenoper wiedereröffnet, seit 2011 führen wechselnde Betreiber das Haus, aktuell die ATG Theater GmbH. Der Theatersaal misst 850 Quadratmeter und fasst bei Reihenbestuhlung rund 1.600 Gäste, 800 im Parkett und je 400 auf den beiden Rängen; die Bühne kommt auf 450 Quadratmeter, und erhalten sind die originale Kaiserloge sowie handbetriebene Gegenzüge. Über drei Etagen ziehen sich Bars und Foyers für bis zu 1.300 Gäste. Gespielt wird ein Gastspielprogramm von Kabarett, Konzert und Ballett bis zu Musicals, die Preise liegen meist zwischen 10 und 80 Euro. Sechs Rollstuhlplätze liegen im Parkett, ein Aufzug führt zu Rang und Balkon.

Top10 Redaktion

Top10 Redaktion

Erfahrungsbericht vom 07.10.2024

Preisniveau

Die Preise hängen vom jeweiligen Veranstalter ab und liegen meist zwischen 10 und 80 Euro. Ein Musical für Kinder startet bei 38,00 Euro, ein Ballettabend bei rund 37 Euro.

Plätze

Bei Reihenbestuhlung rund 1.600 Plätze, davon 800 im Parkett und je 400 auf den beiden Rängen. Andere Quellen nennen bis zu 1.700 Plätze.

Räume

Theatersaal 850 Quadratmeter, Bühne 450 Quadratmeter, Bar-Foyers im ersten und zweiten Obergeschoss je 140 Quadratmeter, Innenhof rund 400 Quadratmeter. Die Foyers über drei Etagen fassen bis zu 1.300 Gäste.

Erhaltene Details

Die originale Kaiserloge, handbetriebene Gegenzüge und Teile der originalen Bühnenmaschinerie sind erhalten. 1941 kam im ersten Rang eine Mittelloge dazu.

Geschichte

1867 stießen Bauarbeiter auf eine Solequelle, 1873 eröffnete das Admiralsgartenbad. Nach dem Abriss des Badehauses öffnete am 20. April 1911 der Admiralspalast mit Thermalbad, Eispalast, Café, Kegelbahnen, Restaurants und Lichtbild-Theater.

Architekten

Für den Bau von 1911 verantwortlich waren Heinrich Schweitzer für die künstlerische und Alexander Diepenbrock für die technische Leitung. Den heutigen Saal prägt der schlicht-klassizistische Umbau von 1939 nach Plänen von Paul Baumgarten.

Das Luxusbad

Zum ursprünglichen Haus gehörten römisch-russische Bäder mit Mosaiken und Majolika-Dekor. Die Eisbahn maß 50 mal 23 Meter, das Hauptbecken 14 mal fünf Meter. Um 1921 wurde die Eisbahn zum Welt-Varieté im Art-déco-Stil umgebaut.

Denkmalschutz

1979 kam das Haus als Gründungsort der SED in die zentrale Denkmalliste der DDR, 1990 wurde es in die gesamtdeutsche Liste übernommen. Heute ist es Baudenkmal der Berliner Denkmalliste.

Als Metropol-Theater

Von 1955 bis 1997 lief das Haus als Metropol-Theater mit Operetten und Broadway-Musicals. Zwischen 1945 und 1955 war es Interimsspielstätte der Deutschen Staatsoper.

Barrierefreiheit

Stufenloser Zugang vom Bahnhof Friedrichstraße, sechs Rollstuhlplätze im Parkett, die beim Ticketkauf anzugeben sind. Das Personal begleitet zum Platz und ins untere Foyer, ein Aufzug führt zu erstem Rang und Balkon, barrierefreie Toiletten liegen im Erdgeschoss.

Gastronomie und Garderobe

Fest installierte Bars mit kalten und warmen Getränken, frisch gebackenen Laugenbrezeln, Nüssen, Popcorn und Eis. Die Garderobe kostet 3,00 Euro pro Jacke, große Taschen werden am Container im Hof für 5,00 Euro angenommen.

Verkehr und Kontakt

Rund fünfzig Meter zum Bahnhof Friedrichstraße mit S-Bahn, Regionalzügen und der U6, dazu die Tramlinien M1 und 12 und die Buslinie 147. Das Haus liegt in der Umweltzone, eine grüne Plakette ist nötig. Friedrichstraße 101, 10117 Berlin.

Öffnungszeiten

  • Täglich: 11:00-18:00 Uhr

Adresse

Friedrichstraße 101, 10117 Berlin, Deutschland

030 22507000

https://www.admiralspalast.theater/

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