S-Bahn-Weihnachtszug

Der S-Bahn-Weihnachtszug des Vereins Historische S-Bahn fährt an allen vier Adventswochenenden mit vier Museumswagen von 1928 und 1938 durch Berlin, ab Ostbahnhof, Potsdamer Platz oder Nordbahnhof. In der dritten Klasse sitzen Familien auf Holzbänken, an Bord gibt es Kinderpunsch und Stolle. Kinder zahlen 8,00 Euro.
S-Bahn-Weihnachtszug: Mit historischen Wagen durch das winterliche Berlin
Der S-Bahn-Weihnachtszug fährt an allen vier Adventswochenenden durch Berlin und startet je nach Fahrt am Ostbahnhof, am Potsdamer Platz oder am Nordbahnhof. Unterwegs ist er auf Stadtbahn und Ringbahn sowie auf den Strecken nach Oranienburg, Bernau und Hennigsdorf; am letzten Adventswochenende geht es über die Wannseebahn durch Grunewald und Zehlendorf. Eine Fahrt dauert zwischen einer und anderthalb Stunden. Der Zug hält unterwegs nicht, und Start- und Zielbahnhof sind bei den meisten Fahrten verschieden, was vor der Buchung einen Blick wert ist. Betrieben wird er vom Verein Historische S-Bahn, der die Fahrzeuge ehrenamtlich pflegt und dafür jedes Jahr Spenden sammelt. Gefahren wird nur mit Fahrkarten aus dem Vorverkauf, das Deutschlandticket und VBB-Fahrscheine gelten im Weihnachtszug nicht. Kinder von drei bis dreizehn Jahren zahlen 8,00 Euro, Erwachsene 25,00 Euro in der dritten Klasse.
Vier Museumswagen von 1928 und 1938 mit Holzbänken und Weihnachtsschmuck
Der Zug besteht aus vier Wagen und wird von ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins begleitet, also aus zwei gekuppelten Viertelzügen. Die beiden Wagen der Baureihe 167 stammen von 1938 und zeigen den Zustand ihrer Auslieferung, bis hin zu Informationstafeln und Werbeaushängen im Stil der dreißiger Jahre. Der Verein kaufte sie 1991 von der Reichsbahn, um sie vor dem Schneidbrenner zu retten, und richtete sie 2001 und 2002 im S-Bahn-Werk Schöneweide wieder her. Die beiden anderen Wagen sind Stadtbahner von 1928, von denen einst 1.276 Stück gebaut wurden und heute sechs zum Museumsbestand gehören. In der dritten Klasse sitzt man auf ergonomisch geformten Holzbänken, in der zweiten Klasse auf Polsterbänken mit dunklem Mahagonifurnier. Die Wagen sind festlich geschmückt, an Bord gibt es Kinderpunsch, Stolle und Glühwein zu kaufen, dazu einen kleinen Souvenirstand. Wer genau hinsieht, erkennt in den Fahrzeugen zwei Epochen Berliner Nahverkehr nebeneinander. Die Tradition reicht bis in die fünfziger Jahre zurück, wurde 2009 eingestellt und 2023 nach fünfzehn Jahren Pause wiederbelebt.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 02.11.2026
Preisniveau
Kinder von drei bis dreizehn Jahren 8,00 Euro. Erwachsene 25,00 Euro in der dritten Klasse und 35,00 Euro in der zweiten Klasse. Kinder unter drei Jahren fahren kostenlos, haben aber keinen Anspruch auf einen Sitzplatz.
Tickets
Ausschließlich im Vorverkauf über den Ticketshop des Vereins. Die Fahrten bis zum 6. Dezember 2026 sind bereits ausverkauft, der Vorverkauf für die Termine ab dem 12. Dezember 2026 startet am 21. November 2026.
Abfahrt
Je nach Fahrt ab Ostbahnhof Gleis 10, Potsdamer Platz Gleis 13 oder Nordbahnhof. Start- und Zielbahnhof sind bei den meisten Fahrten verschieden.
Fahrtdauer
Zwischen einer und anderthalb Stunden. Der Zug hält unterwegs nicht, Ein- und Umstieg sind während der Fahrt nicht möglich.
Gut zu wissen
Das Deutschlandticket und VBB-Fahrkarten gelten nicht, und die Zugfahrkarte deckt die An- und Abreise nicht ab. Eine Toilette gibt es an Bord nicht.
An Bord
Kinderpunsch, Stolle und Glühwein sind gegen Bezahlung erhältlich, dazu gibt es einen kleinen Souvenirstand.
Mitnahme
Fahrräder und E-Scooter sind nicht erlaubt, Kinderwagen nur zusammenklappbar. Mitgebrachter Proviant ist untersagt, ausgenommen Babynahrung und alkoholfreie Getränke in kleinen Mengen.
Highlight
Zwei gekuppelte Viertelzüge von 1928 und 1938, in der zweiten Klasse mit Polsterbänken und dunklem Mahagonifurnier.
Barrierefreiheit
In den Dienstabteilen der beiden Triebwagen fährt je ein Rollstuhl mit bis zu zwei Begleitpersonen mit, also zwei pro Fahrt. Die Buchung läuft über eine Anfrage per E-Mail beim Verein.









