Ostern im Museum Glashütte


Im Museumsdorf Baruther Glashütte, rund eine Stunde südlich von Berlin im Landkreis Teltow-Fläming, verbinden sich jahrhundertealtes Glasbläserhandwerk und ein lebendiges Osterprogramm. Wo seit 1716 Glas produziert wird, verwandeln sich die Osterferien in ein kreatives Erlebnis für die ganze Familie.
Ostern im Museum Glashütte: Handwerk zum Anfassen
Wer in den Osterferien mit Kindern aus Berlin raus möchte, findet im Museumsdorf Baruther Glashütte ein Ausflugsziel, das weit mehr als ein klassisches Museum ist. Im Herzen des Baruther Urstromtals zwischen Spreewald und Fläming wird seit 1716 Glas produziert. Die romantische Siedlung ist ein Denkmal von europäischem Rang, das in drei Jahrhunderten organisch aus Fachwerk, Ziegel und Lehm gewachsen ist. Dass dieser Ort zum Osterfest besonders lebendig wird, liegt an seinem einmaligen Konzept: Hier wohnen und arbeiten die Handwerkerinnen und Handwerker direkt vor Ort.
Im Museumsdorf können Gäste das Immaterielle Kulturerbe der manuellen Glasproduktion erleben und es sogar selbst ausprobieren. Zudem bietet die Dorfgemeinschaft zu Ostern das Bemalen von Ostereiern nach sorbischer Tradition an, außerdem das Legen kleiner Glasmosaike und das Bemalen von Glas. So wird ein Museumsbesuch zum Mitmachtag.
In der Neuen Hütte und im Packschuppen sind kleine Ostereierwerkstätten eingerichtet, wo Besucherinnen und Besucher Ostereier für sich selbst und für die österlichen Bäume in Glashütte gestalten können. Das macht den Ort auch für Kinder, die sonst wenig mit Museen anfangen können, sofort zugänglich.
300 Jahre Geschichte, sorbische Tradition und frischer Frühlingswind
Das absolute Highlight des Museumsdorfs ist die Schauglas-Produktion, bei der Besucherinnen und Besucher Glasmacher Patrick Damm über die Schulter schauen können. Wer will, beobachtet dabei, wie aus glühender Masse fragile Objekte entstehen. Das ist, ehrlich gesagt, für Groß und Klein schwer zu toppen.
Darüber hinaus lohnt sich der Besuch auch wegen der historischen Tiefe des Ortes. In der traditionsreichen Glashütte bei Baruth im Kreis Teltow-Fläming können Besucherinnen und Besucher historische Exponate, Werkzeuge, Modelle und unterirdische Schürkanäle besichtigen. Neben weiteren Mitmachangeboten erwartet die Besucherinnen und Besucher industrielle Kultur und monumentaler Denkmalcharme inmitten der Natur des Urstromtals.
Das Museum ist von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, ebenso am Ostermontag. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro für Erwachsene, 3,00 Euro für Kinder und 13,00 Euro für Familien. Insgesamt also ein Osterferienausflug, der sich ohne großen Aufwand von Berlin aus realisieren lässt und für alle etwas bereithält.
Top10 Redaktion
Erfahrungsbericht vom 10.09.2026
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, ganzjährig geöffnet, montags geschlossen
Highlight
Tägliche Glasmacherei-Vorführungen um 12 und 15 Uhr im Eintrittspreis enthalten, selbst eine Glaskugel blasen möglich (12,00 Euro)
Parkmöglichkeiten
Kostenpflichtig im Ort, Kurzparken bis 1,5 Stunden 3,00 Euro, Tageskarte 5,00 Euro. Mit Parkschein 50 Cent Rabatt auf den Museumseintritt
Anreise
Ländliche Lage in Brandenburg, Anreise mit dem Auto empfehlenswert. Nächste Bahnstation Klasdorf (RE8), von dort Rufbus Linie R779
Preisniveau
Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 7-15 Jahre 4,00 Euro, ermäßigt 4,50 Euro, Familienkarte 16,50 Euro
Öffnungszeiten
- Montag: Geschlossen
- Dienstag: 10:00–16:30 Uhr
- Mittwoch: 10:00–16:30 Uhr
- Donnerstag: 10:00–16:30 Uhr
- Freitag: 10:00–16:30 Uhr
- Samstag: 10:00–16:30 Uhr
- Sonntag: 10:00–16:30 Uhr








